Shapes and Bones
Tim und Michael
Salt und Mahla
Gestalt und Struktur
Ordnung und Rhythmus
Vektoren und Farbe
Archetypen Informell
Sie sehen die Markierungen, aber das Muster ist für Sie nicht zu
erkennen.
- Ein Zusammenhang ist jedoch da.
Die Punkte zeichnen eine Projektion der Tragstruktur einer urzeitlichen
Echse nach und sind gleichzeitig identisch mit den Knotenpunkten des
Rohrleitungssystems unter dem Potsdamer Platz in den frühen 20iger Jahren.
Zu diesen und weiteren Zusammenhängen werden wir nun verschiedene
kunsttheoretische Quellen sprudeln lassen
Zu Abstraktion und Konstruktion hören sie bitte
folgenden Text von Piet Mondrian aus seinem Dialog
über die neue Gestaltung von 1919
(Ein Dialog zwischen A. Sänger und B. Maler)
Kunsttheorie I/379 „A: Mir will es aber vorkommen,
als könnte man auch mit Geraden einen Baum darstellen.
B: Vollkommen richtig, und jetzt sehe ich ein,
dass ich mich Ihnen gegenüber unvollständig ausgedrückt
habe. Das Abstrahieren allein genügt nicht, um das
Natürliche in der Darstellung aufzuheben.
Um dies zu erreichen, ist auch noch eine vom Natürlichen
abweichende Stellung von Linie und Farbe erforderlich.
A: Dann verändert der Maler
also auch, was man Komposition nennt.
B: Ja, eine ganz andere, eine eher mathematische
und doch nicht symmetrische Komposition
ist erforderlich, um zur reinen Gestaltung der Gleichgewichtsbeziehung
zu gelangen.
Wenn man nämlich nichts anderes tut,
als das Natürliche durch das Gerade darzustellen,
gibt man immer noch das Natürliche wieder,
obwohl wir doch schon einen viel stärkeren
Eindruck davon bekommen werden.
B: Werden aber nicht durch dieses Abstrahieren
und die veränderte Komposition alle Dinge einander gleich?
B: Wenn man dasjenige, was die Dinge miteinander
gemein haben, an Stelle desjenigen darstellen will,
was sie voneinander trennt, dann ist das nicht schlimm,
sondern geradezu notwendig - denn dadurch wird das Besondere, das
uns vom Prinzipiellen ablenkt, zunichte gemacht.
Das Allgemeine bleibt übrig. Die Darstellung der
Dinge weicht der Beziehungsgestaltung.“
Aus der Fabrik entstanden viele Beziehungen
und Projekte, Künstler und Organisationen
z.B.: 2x Schembs, Mo Magic Blickachse und Kunstverein
Die soziale Plastik Schauraum als Gesamtkunstwerk
funktioniert. Dieses Kunststück gelingt den beiden hier
auch zusammen. Konzeption, Organisation, Präsentation,
Pressearbeit, Vernissage, Auf- und Abbau von
Ausstellungen, Betreuung von Kunst und Künstler,
wenn das keine Kunst ist Wirkliche Kunst
im Sinne einer gegenständlichen Bestimmtheit
wie sie von Alexander Kluge und Oskar Negt
bereits in „Geschichte und Eigensinn“
folgendermaßen verdeutlicht wurde:
„Wirklich sind Menschendinge im gesellschaftlichen
Verhältnis nur nach den Kategorien Bestimmtheit
und Gegenständlichkeit. Bestimmt sind sie, bezogen
auf den Antagonismus des Wirklichkeitsinteresses;
gegenständlich wirklich sind sie, bei unmittelbarer
Berührungsfläche und Vollständigkeit
des Zusammenhangs. Arbeit, die im wirklichen
Verhältnis Veränderungen hervorbringt, folgt in ihrer Bestimmtheit
und Gegenständlichkeit der
Dialektik des Wirklichkeitsverhältnisses in einer Gesellschaft.
Die Abgrenzung zur Nicht-Arbeit kann also an nichts Äußerlichem, weder an vorgestellten Zwecken noch durch den Bereich
der Tätigkeit, zuverlässig festgestellt werden.
Die Gegenständlichkeit
bestimmter verändern der Produktion grenzt sich vielmehr ab von
Tätigkeiten,die unbestimmt oder ungegenständlich sind.“Durch die Bilder und Gegenstände hindurch sehen,
bedeutet bei den Arbeiten der beiden Künstler
ganz im Sinne Rudolf Arnheims in „Anschaulichem Denken“ beschrieben,
dass der Betrachter die Aufgabe hat zu finden was nur er suchen kann:
„In der Malerei und der Skulptur gibt es Werke, die menschliche
Figuren, Gegenstände oder Ereignisse mehr oder weniger realistisch abbilden, dabei aber zu verstehen geben, dass es mit ihnen noch eine andere Bewandtnis hat.

Als bloße Beschreibungen dessen, was auf Erden
vor sich gehen kann ergeben sie keinen Sinn;
sie sind vor allem als symbolische Träger
von Ideen gemeint. Den Betrachter überkommt sie
Ahnung, von der Hegel in bezug auf die
altorientalische Kunst spricht :
“Wir fühlen, dass wir unter Aufgaben wandeln.“

Dies bedeutet natürlich nicht, dass
diese Werke
hier als reine gegenständliche Abbilder zu betrachten
wären. Das geht einfach nicht, wie bereits Giacometti
in einem Gespräch von 1951 bemerkte:
Jede Darstellung, die heute zur früheren Art
des Sehens zurückkehren wollte, zur‚ Darstellung der
Renaissance, wäre nicht mehr glaubwürdig.
Ein Kopf, dessen Einheit bewahrt wird, ist kein Kopf mehr.
Er gehört ins Museum.“ Schauraum und Kunst am Start,
Kultursommer und Geist der Freiheit, Kulturpolitk und
Die Grünen, Struktur und Design Landschaftsgestaltung
und Landschaftsmalerei Kunst von Künstlern
für Künstler Sie machen vieles und sie wollen es wissen!

Ganz nach dem Ausruf Foucaults in dem Text
„Der maskierte Philosoph“ „Nein, ich glaube nicht an
die alte Leier von Dekadenz, vom Mangel . . ,
von der Sterilität des Denkens, von dem verhangenen
und düsteren Horizont. Ich glaube im Gegenteil,
dass es eine Überfülle gibt. Und dass wir nicht an einer
Leere leiden, sondern daran, dass es zu wenig
Mittel gibt, um all das zu denken, was geschieht.
Und dies in einer Zeit, in der es einen Überfluss
an Dingen gibt, die man wissen will:
wesentliche und schreckliche, wunderbare, ulkige,
winzig kleine und ausschlaggebende,
alles gleichzeitig. Und außerdem gibt es eine gewaltige
Wissbegierde, ein Bedürfnis oder einen
Wunsch nach Wissen.“
Zum Wesen dieser beiden Künstler lässt sich nach
Heidegger wesentlich Seiendes sagen:
„Das was etwas ist, wie es ist, nennen wir sein Wesen.
Der Ursprung von etwas ist die Herkunft seines
Wesens. Die Frage nach dem Ursprung des
Kunstwerks fragt nach seiner Wesensherkunft.

Das Werk entspringt nach der gewöhnlichen Vorstellung aus der und
durch die Tätigkeit des Künstlers. Wodurch aber und woher ist der Künstler
das was er ist? durch das Werk; denn dass
ein Werk den Meister lobe, heißtt: das Werk erst lässt den Künstler als einen Meister der Kunst hervorgehen. Der Künstler ist der Ursprung des Werkes.
Das Werk ist der Ursprung des Künstlers. Keines ist ohne das andere.“
Und ohne die beiden wäre vieles keines. Schön das es euch gibt und ihr das alles so macht wir ihr das so alles macht
VIELEN DANK !
Vielen Dank !